Es ist möglich, mit QuickHMI auf Eingänge, Ausgänge, Merker sowie freigegebene DBs zuzugreifen. Der Zugriff auf eine S7-1200er, 1500er- oder ET200 Steuerung ist per Standard deaktiviert. Sie müssen folgende Schritte ausführen, um die Steuerung für den Zugriff freizugeben:
Wenn sie für den Zugriff die absolute Adressierung (Put/Get) benutzen können Sie nur auf nicht optimierte Bausteine zugreifen. Bei Benutzung der symbolischen Adressierung können Sie dagegen auf nicht optimierte und optimierte Bereiche zugreifen.
Voraussetzungen für den Put/Get-Zugriff
Der Zugriff auf eine S7-1200- 1500- oder ET200 ist standardmäßig deaktiviert. Zur Aktivierung müssen Sie folgende Schritte ausführen:
Bis Firmware-Version 3.0 (S7-1500- und ET200) oder 4.6 (S7-1200)
- Erlauben Sie den allgemeinen Zugriff. Aktivieren Sie in den Eigenschaftseinstellungen im Abschnitt Schutz die Option ‚Verbindungsmechanismus – Zugriff auf PUT/GET-Kommunikation vom entfernten Partner zulassen‘.
- Aktivieren Sie den Zugang zu Ihren DBs. Gehen Sie zu den DB-Eigenschaften und deaktivieren Sie ‚optimierter Zugriff‘.
- In die SPS laden, fertig!
Wenn die Änderungen keine Wirkung zeigen, verwenden Sie ‚erweitertes Laden‘, um die Änderungen in die SPS zu laden.
Firmware-Version 3.1 (S7-1500- und ET200) oder 4.7 (S7-1200) und höher:
- Gehen Sie in der Projektnavigation zu den „Security-Einstellungen“.
- Doppelklicken Sie auf „Benutzer und Rollen“.
- Wählen Sie das Register „Rollen“ aus.
- Erstellen Sie eine neue Rolle und vergeben Sie einen Namen, beispielsweise „HMI_Access“.
- Öffnen Sie das Register „Runtime-Rechte“.
- Wählen Sie bei den „Funktionsrechtskategorien“ die entsprechende PLC aus.
- Aktivieren Sie in den „Funktionsrechten“ die Zugriffsstufe „HMI-Zugriff“.
- Gehen Sie im Bereich „Benutzer und Rollen“ zum Register „Benutzer“.
- Schalten Sie den Benutzer „Anonymous“ frei.
- Bestätigen Sie die angezeigte Meldung mit „OK“.
- Ordnen Sie dem anonymen Benutzer unter „Zugewiesene Rollen“ die neu erstellte Rolle zu.
- Öffnen Sie die „Gerätesicht“.
- Gehen Sie zu den „Eigenschaften“ der CPU.
- Wählen Sie in der Bereichsnavigation den Punkt „Schutz & Security > Verbindungsmechanismen“ aus.
- Aktivieren Sie die Option „Zugriff über PUT/GET-Kommunikation durch remoten Partner erlauben“.
- Speichern Sie die Konfiguration, übersetzen Sie das Projekt und übertragen Sie die Änderungen auf die CPU.
Für den symbolischen Legacy Zugriff müssen auch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:
- Für die Verbindung muss der Legacy-Zugriff auf der Steuerung freigegeben sein.
Für den symbolischen TLS Zugriff müssen auch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:
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- Die Steuerungssoftware muss mindestens mit TIA Version 17 erstellt worden sein.
- Wurden Softwarekomponenten mit einer früheren Version erstellt, müssen sie neu kompiliert und mit TIA Version 17 oder höher übertragen werden. Das Gleiche gilt für die Hardwarekonfiguration der SPS.
- Es werden mindestens die folgenden Firmware-Versionen benötigt:
- S7-1200 Serie mit Firmware-Versionen V4.5, getestet und freigegeben bis Version 4.7
- S7-1500 Serie ab Firmware-Version V2.9, getestet und freigegeben bis Version 4.0
- S7-ET200SP Serie ab Firmware-Version V2.9, getestet und freigegeben bis Version 4.0
Hinweis: Bei Benutzung des älteren Legacy-Zugriffs zur Kommunikation mit einer simulierten Steuerung, darf kein Passwort vergeben sein. Diese Einschränkung besteht nicht bei Benutzung von dedizierten Hardware-Steuerungen.

